Alle Artikel in: Reise

#Auszeit: Silentium! Stille Wanderung im Schnalstal

Erst in der Stille beginnt man zu hören. Philip Gröning Vier Mönche auf einem Edelstahlschild weisen den Weg vom idyllisch und hoch gelegenen Katharinaberg zum auf der anderen Seite der Schnals liegenden Nachbardorf Karthaus. Ein Wanderweg der besonderen Art, der zu 90 Minuten Schweigen einlädt. Die Idee: Wie ehemals die Mönche des Kartäuserklosters ihren Alltag schweigend verbrachten, bietet der Via monachorum, der Weg der Mönche, heute in abgeschiedener Landschaft Südtirols Raum und Zeit für Naturerleben und den Kontakt mit sich selbst. Eine Wanderung über dem Schnalstal Der Kulturverein Schnals hat sich den besonderen Wanderweg einfallen lassen, um die Geschichte des 1325 gegründeten Klosters Allerengelsberg wiederaufleben zu lassen. Die Stille, die in der Klosteranlage wegen des Schweigegelübdes der Mönche vorherrschte und bis heute wahrnehmbar ist, verlockt im beschleunigten Alltag des 21. Jahrhunderts viele zum Ausprobieren. Bis 1782, 450 Jahre lang , war das Kloster aktiv. Danach wurden die 12 Mönchszellen, das große Haus des Priors und die schöne Klosterkirche an arme Familien aus der Umgebung verkauft. So entstand mit der Zeit aus der Kartause das Dorf Karthaus, in …

#sorollaMUC: Meister des Lichts in der Kunsthalle München

Es gibt immer wieder Geheimtipps und Entdeckungen im Kunstbetrieb, die es Wert sind auch einen weiten Weg auf sich zu nehmen. Dazu gehört auf jeden Fall der spanische Maler Joaquín Sorolla (1863–1923). Noch bis zum 3. Juli 2016 zeigt die Kunsthalle München – und das zum ersten Mal in Deutschland – eine umfangreiche Retrospektive des zu Recht als Meister des Lichts benannten Sorollas mit 120 Werken. Sorolla: Berühmt in Spanien, in Deutschland (eher) unbekannt „Der in Valencia geborene Künstler hat es wie kein anderer seiner Zeit verstanden, das Licht des Südens beim Malen einzufangen; seine sonnendurchfluteten Bilder haben selbst Zeitgenossen wie Claude Monet tief beeindruckt“ – so steht es in der Ankündigung. In der Realität, nur wenige Meter von den großformatigen Gemälden (vier mal zweieinhalb Meter) entfernt, ist mir, als spüre ich die Sonnenstrahlen und die Wärme, höre Meeresrauschen und Kinderlachen, das Flattern von Segeln und verharre regungslos und andächtig vor der schlafenden Frau des Malers und dem neugeborenen Kind, als stünde ich mit im Zimmer. So unglaublich realistisch sind die Abbildungen, im Moment eingefangen. Dabei zeigt Sollero nicht nur die …

Helsinki, Salmiak-Kiosk

#ausflugstipp: Einmal hoch hinaus und zurück – Helsinki

Wie weit komme ich von meiner Haustür in Bremen in etwas mehr als vier Stunden? In nordöstlicher Richtung liegt beispielsweise Helsinki. Eine gemütliche Stadt am Ufer der Ostsee, etwas größer als die Weser-Stadt. Der Charme der finnischen Hauptstadt versteckt sich in winzigen Kiosk-Kaffees, auf vielen Inseln und in Schwitzhütten. Ein Kurztrip, der vor allem im Kleinen das Besondere offenbart.

#reisezeit: Naturzauber im Hexengarten

Das schönste Büro der Welt ist auch das größte: Im fünf Hektar großen Hexengarten von Felicity und Lew McDonald schreibt unsere Redakteurin Annica Müllenberg in der Kolumne „Zehn Wochen Australien“ über Vogellärm, Hundeliebe und das Leben in der Abgeschiedenheit. Für eine Woche genießt sie einen bewussten Online-Sabbat ohne Handy und Internet.

Fraser Island

#reisezeit: Auf Sand gewachsen – Fraser Island

Vor Nässe und Sturm im tropischen Nord-Queensland flüchtet unsere Redakteurin Annica Müllenberg zur größten Sandinsel der Welt. Fraser Island stellt Biologen vor ein Rätsel, kann in der Wüste Regenwald gedeihen? In der Kolumne „Zehn Wochen Australien“
dreht sich alles um Dingos, stille Flüsse und die schönste Autobahn der Welt.

reiseZeit: Annica und der glühende Eisberg im Outback

Muss man wirklich 1.700 Kilometer durch eine karge Landschaft fahren, um einen Stein zu sehen? Man muss: Der Uluru ist zwar nur rund 350 Meter hoch und neben dem Mount Everest ein Winzling, dennoch übt er eine große Anziehungskraft auf Menschen in aller Welt aus. Wer ihn nicht gesehen hat, war nicht wirklich in Australien. Unsere Redakteurin Annica Müllenberg war im Outback, ertrug roten Staub, sengende Sonne und Strapazen, um die Geheimnisse des heiligen Bergs zu lüften.

reiseZeit: Von Teufeln und Göttern

Auf den Nummernschildern der Autos in Tasmanien steht „Entdecke die Möglichkeiten“. Das lässt sich unsere Redakteurin Annica Müllenberg nicht zweimal sagen. In der Kolumne „Zehn Wochen Australien“ hat sie die Naturinsel erkundet und nicht nur Beschaulichkeit, weiße Strände und Gemütlichkeit gefunden: Der auf Erden lebende Gott heißt dort David Walsh, jedenfalls stehen die drei großen Lettern God als Name auf seinem Parkplatz. Andere würden den millionenschweren Casino-Zocker, Lebemann und Stifter des Kunstmuseums MONA eher als Tasmanischen Teufel bezeichnen. Hassen oder Lieben, darum dreht sich alles in dem futuristischen Bau in Hobart.

reiseZeit: Drei Bremer in Sydney

Was haben Hamburg und Sydney gemeinsam? Warum tönen Harald-Juhnke-Songs über den Pazifik und weshalb läuft die australische Metropole der Landeshauptstadt Canberra den Rang ab? Unsere Redakteurin Annica Müllenberg hat sich ins Getümmel gestürzt. Für die Kolumne „Zehn Wochen Australien“ traf sie alte Bekannte und schaute auf den Programmplan der bekannten Oper.