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#Interview: 5 Fragen an ….. Harm Becker, Musikschule NeuePop

Harm Becker ist 1977 geboren und seit 1992 Vollblut-Musiker in diversen Bands, als DJ und Konzertveranstalter und betreibt seit 2005 eine Musikschule im Bremer Umland. Im letzten Jahr hat er zusammen mit Sebastian Hübschmann und Nils Neumann in der Friesenstraße auch noch die Musikschule Neue Pop gegründet. Harm möchte vor allem Spaß an Musik und Gesang vermitteln und bietet Unterricht in diversen Instrumenten aus dem Bereich Rock und Pop an. Es gibt auch einen Pop-Chor! Dem zweifachen Vater ist es wichtig, das Thema Musikunterricht neu zu denken, alte, eingestaubte Lehrmethoden über Bord zu werfen und durch neue innovative Wege eine zeitgemäße Musikschule zu schaffen und im Bremer Viertel zu etablieren. Altersgrenzen gibt es hier keine, jeder Mensch ist willkommen. Bernd hat ihm unsere 5 Fragen an … gestellt.

1. Warum Neue Pop?

Es war schon immer ein Traum in unserer alten Wirkungsstätte, dem Bremer Viertel, eine neuartige Musikschule zu eröffnen. Mit der Location in der Friesenstraße (ehemaliges Kriminaltheater) wurden jedoch alle Erwartungen übertroffen. Nach einer ausgiebigen Umbauphase haben wir hier nun unseren Kreativtempel geschaffen. Neue Pop will jedem Schüler möglichst unkonventionell die Hand reichen und ohne große Umwege zum persönlichen Wunschziel bringen. Egal ob Kind, Rentnerin, Anfänger, Könner, Punk, Popper oder Jazzer, jede und jeder soll sich hier zu Hause fühlen und musikalische Unterstützung finden.

Harm Becker, Vollblutmusiker und Betreiber der Neue Pop-Musikschule im Bremer Viertel. Foto: © Alexander Fanslau, Alexander Fanslau.de.

2. Wer arbeitet bei Neue Pop?

Wir haben ein buntes und internationales Team von freien Mitarbeitern, allesamt aus der Bremer Musik- und Künstlerszene. Die meisten spielen aktiv in Bands und Ensembles. Es gibt für jedes Genre eine(n) passende(n) Lehrer(in), so dass auch ausgefallene Wünsche berücksichtigt werden können.

3. Was magst du an Bremen (nicht)?

Bremen ist meine Geburtsstadt und hat mich insbesondere musikalisch sozialisiert, inspiriert und mobilisiert. Es gibt eine tolle aktive Musikszene, gerade im subkulturellen Sektor. Der DIY (Do It Yourself)-Spirit, der hier der Motor jeder kreativen Strömung ist, begleitet mich bis heute und hat mir das Selbstvertrauen gegeben, auf die eigene innere Stimme zu vertrauen und „einfach mal zu machen“.

Was mir jedoch oftmals missfällt, ist eine nicht selten ignorante Haltung der hanseatischen Musiker untereinander. Anstatt sich gegenseitig zu supporten, wird dem anderen oftmals nicht die Butter auf dem Brot gegönnt.

4. Stell dir vor, du hast 1 Million Euro zur Verfügung. Was würdest du damit in und für Bremen umsetzen?

Ich würde das Geld in vollausgestattete Proberäume stecken. Bremen muss die eigene Musikszene und den Nachwuchs mehr unterstützen und hat leider immer noch nicht verstanden, wie immens wichtig dieses kulturelle und kreative Gut ist.

Instrumente oder Gesang erlernen oder im Chor mitmachen – alles möglich in der Friesenstraße. Foto: ©  Alexander Fanslau, Alexander Fanslau.de.

5. Was tust du, bevor du abends das Licht im Bett ausmachst?

Da ich eine siebenjährige Tochter und einen 1 ½-jährigen Sohn habe, meistens schlafen bevor das Licht ausgeht!

Vielen Dank für das Interview, Harm.

 


Harm Becker ist 1977 geboren und seit 1992 als Musiker in diversen Bands aktiv (u.a. Schwarz Auf Weiss; Dogs On Catwalk). Er war viele Jahre als DJ und Konzertveranstalter unterwegs, gründete 2005 nach dem Studium der Kunst- und Kulturwissenschaften  2005 in Weyhe und Syke die Musikschule Rothaus und betreibt diese bis heute. Wer Interesse daran hat, beim Popchor mitzumachen, kann jederzeit einsteigen und eine kostenlose
Probeeinheit mitmachen. Vor der Sommerpause ginge das noch am 13.und am 20.6. ab 19:30Uhr. M
ehr Informationen zur einzigen Pop-Musikschule Bremens gibt es auf www.neuepop.de.

Fragen: Bernd Hüttner

 

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