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#interview: 5 Fragen an … Edith Laudowicz über Bremer Frauengeschichte(n)

Bremer Frauen Geschichte(n) – auf der Info-Plattform findet sich auch viel geballtes Wissen über Bücher, Vereine und Gebäude mit starkem Bezug zu Bremer Frauen – alles auf einer Website gebündelt. Foto: Screenshot bremerfrauengeschichte.de

Seit mehr als 40 Jahren lebt Edith Laudowicz in Bremen, lange Jahre mit Bildungsauftrag im Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein, sechs Jahre als Vorsitzende des Vereins Bremer Frauenmuseum und neuerdings für ihre eigene Info-Plattform Bremer Frauen Geschichte unterwegs. Hier lebt sie ihre Leidenschaft für das oft wenig wahrgenomme Wirken von Frauen aus, das sie außerdem in diverse Bücher und Artikel gepackt hat – jüngst auch in das Buch Frauengeschichte(n) (wir haben über das Lexikon berichtet) mit mehr als 100 Frauenporträts, die alle auch auf der Website zu lesen sind. Zum Weltfrauentag am 8.März haben wir Edith unsere 5 Fragen an … gestellt.

1. Was macht deine Seite zur Bremer Frauengeschichte so besonders? Was finden die LeserInnen auf bremerfrauengeschichte.de?
Neben einer Reihe von Biografien von Frauen aus Bremen finden sie viele Informationen zu frauenrelevanten geschichtlichen Ereignissen, sowie über besondere Orte, an denen wichtige Ereignisse für Frauen stattfanden. Außerdem gibt es viel Informationen über Frauenvereine, dazugehörige Links und ein großes Kapitel Frauen als Opfer und Täterinnen im Faschismus.

2. Am 8.März feiert auch Bremen den internationaler Frauentag mit dem                Motto: 100 Jahre – wählen, wagen, winnen. Wo stehen Frauen heute nach 100 Jahren Wahlrecht?
Die Lohnungleichheit ist immer noch nicht aufgehoben, noch immer sind Frauen  in führenden Positionen nicht selbstverständlich und Machismus und Gewalttätigkeit gegen Frauen sind allgegenwärtig.

3. Was magst du an Bremen (nicht)?
Bremen ist eine überschaubare, weltoffene Stadt mit großem Kulturangebot und Möglichkeiten, sich zu engagieren. Was ich nicht mag ist die Vorliebe der Stadtplaner für kastenformige Häuser, die zu eintönigen Wohnungsgebieten führen.

4. Stell dir vor, du hast 1 Mio. € zur Verfügung. Was würdest du damit in und
für Bremen umsetzen?

Unbedingt in Bildungsprojekte für Migrantinnen und Migranten investieren.

5. Was tust du, bevor du abends das Licht im Bett ausmacht?
Jeden Tag was anderes: Lesen, Fernsehen, miteinander reden, am Computer arbeiten, telefonieren.

Vielen Dank fürs Interview, Edith.

Mehr Infos zu Frauengeschichte(n) mit Bezug zu 100 Jahre Frauenwahlrecht gibt es am Donnerstag am 17.00 Uhr beim Festakt der Frau des Jahres Bremens in der Bremischen Bürgerschaft. Mehr Infos dazu in unseren Kulturtipps.

Interview: Heike Mühldorfer

Autorin und Frauenbewegte Edith Laudowicz. © Edith Laudowicz