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#plietschkochen: Vanille-Risotto a la Luka Lübke

Die Vanille aromatisiert den Reis schon vor dem Kochen. Einfach zusammen in ein leeres Honigglas geben. Foto ©: Luka Lübke / marieweser.de

Luka Lübke, Bremer Spitzenköchin mit Hang zu „echtem Essen“ – also einer gesunden, modernden Küche – zeigt heute wieder wie „plietschkochen“ gelingt und warum ein Vanille-Risotto für Fischfreunde ist. Viel Spaß beim Lesen und Kochen!

„Alles verwenden und nichts verschwenden“, stand schon in den Lehrbüchern unserer Großmütter. Bestimmt hast du schon mal gehört, dass man aus bereits ausgekochten Vanilleschoten Vanillezucker machen kann oder dass man Reis mit Trüffel aromatisieren kann. Was mit Zucker geht, geht auch mit Salz und was mit Trüffel geht, geht auch mit Vanille. Dieser Risotto ist für Fischfreunde, denn er ist vegan und ganz ohne Fische gemacht. Für die, die Fische gerne essen, ist er ebenso super, denn er ist die perfekte Beilage zu einem Stück Seeteufel, Jakobsmuscheln oder Garnelen.

Vanille-Risotto wie es sein soll: cremig und mit etwas Biss. Foto: © Luka Lübke / marieweser.de

Vanille aromatisiert Risotto-Reis

Lege eine oder mehrere angeritzte, gebrauchte Vanilleschoten für mindestens ein Woche in ein Honigglas voll Risotto-Reis, damit sie ihr Aroma abgeben. Schwenke zwei gewürfelte Schalotten und fein gehackte Chili in kaltgepresstem Kokosfett, bis sie glasig sind. Rühre dann den aromatisierten Reis ein, bis er ebenfalls glasig ist. Lösche ab mit heißer Flüssigkeit Deiner Wahl. Für vegan mit Gemüsefond, für Fisch mit Fischfond. Ich hatte keins von beidem da und habe Ingwertee genommen – auch nicht schlecht! Du bist der Chef und bestimmst, wonach es schmecken soll. Risotto muss man durchgehend rühren und immer wieder einen Schuss Flüssigkeit zugeben, bis der Reis sie absorbiert hat. Ich stelle beim Risotto machen immer mein Telefon aus, was es zu einer kleinen Meditation im Alltag macht. Ist der Risotto fast al dente, gibst du eine halbe Tasse Kokosmilch dazu, um ihn sämig zu machen und schmeckst mit Salz, Pfeffer und Limettensaft ab. Klassische Variante für die, denen Kokos nicht regional genug ist: gute Butter zum Anfang und Parmesan zum Schluss. Egal, wie Du’s machst – so schmeckt Versöhnung!

Fotos, Text und Rezept: Luka Lübke / marieweser.de