#halloween: Rezepte mit Kürbis. Plus Schnitzvorlage

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Kürbisse gibt es zuhauf an Halloween. Was tun mit der Schwemme? Gabriel Bergmann hat feine Rezepte. Foto: © Heike Mühldorfer

Halloween steht vor der Tür, idealerweise in der Kürbiszeit. Auch wenn die dicken Kürbisse eher dekorative Zwecke mit abschreckender Wirkung erfüllen sollen (was nicht alle wirklich gut finden, wie wir in der vergangenen Saison redaktionell hinterfragt haben: Von Totenkult und Konsumterror) – mit den richtigen Rezepten werden sie aber auch kulinarisch zum Erlebnis und bereichern jede Halloween-Party – oder auch das Katerfrühstück am Morgen danach.

Rezepte für Halloween: Kürbis-Pie aka Quiche

Welche Voraussetzungen muss ein Gericht erfüllen, um bei einer Halloween-Party auf allgemeine Zustimmung zu stoßen? Zunächst: es muss zum Bier passen. Außerdem darf es nicht so kompliziert sein, dass die Zubereitung den Gastgeber dauerhaft vom Feiern abhält; es muss spontan serviert werden können, wenn z.B. um Mitternacht plötzlich noch Hunger aufkommt und es muss auch noch bei alkohol- oder musikinduziertem Schwanken und möglichst einfach  verzehrt werden können.

Deshalb hier ein Vorschlag, der von den partygestählten Briten (und Iren) inspiriert ist: wir machen kleine Kürbis-Pies – also Törtchen. Und damit ist nicht der süße – und höchstens als Dessert geeignete – Pumkinpie gemeint. Pate für die Idee stand eher der Steak and Kidney Pie, ein Klassiker der britischen Kneipenküche. Franzosen würden von Quiches sprechen.

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Um die Sache einfach zu halten, verwenden wir für unsere Varianten die beiden Kürbissorten, die sich garantiert bei jedem gut sortierten Supermarkt oder Gemüsehändler finden lassen: den Hokkaido und den Butternut-Kürbis. Ersterer mit einem offensiven Kürbisgeschmack und dem Vorteil, dass er nicht geschält werden muss. Letzterer feiner und nuancenreicher im Geschmack. Für beide Rezepte benötigt man Tartellett-Förmchen mit einem Durchmesser von 10 cm. Die Mengenangaben gelten jeweils für sechs Törtchen.

Mürb-Teig mit Schokovariante

Für den Boden machen wir uns einen Mürbteig, der für das Hokkaidorezept zu einem Schokoladenmürbteig abgewandelt wird.

Zutaten: 250g Mehl, 175g Butter, 1 Ei, 1 TL Salz, 1 gute Prise Zucker, 1 Msp Muskatnuss

Alle Zutaten schnell vermengen und mit den Fingerspitzen verkneten. Teig in zwei gleiche Hälften teilen und zu dem einen Teil 1 EL Kakao und 40g Edelbitterschokolade (gerieben) dazugeben. Für die Schokolade die feine Reibe nehmen. Alles gut unter den Teig arbeiten und beide Teilhälften mindestens eine Stunde kalt stellen.

Dann den Teig bei Zimmertemperatur weich werden lassen und jede Teighälfte jeweils auf sechs Förmchen verteilen. Den Boden mehrfach mit der Gabel einstechen und die Förmchen bei 175°C Ober- Unterhitze ca. 15 min vorbacken. Tartes aus dem Ofen nehmen.

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Hokkaido oder Butternut? Eine Frage des Geschmacks

Die Füllungen

Für den Schokoladenboden einen kleinen Hokkaido-Kürbis ( ca. 600g), 2 kleine Pastinaken (ca. 200g), 2 Äpfel (300 g), 40 g Rosinen, 100g Schaf-Feta, 40 g Butter, 1/2 kleine Chilischote (je nach Geschmack mehr oder weniger), fein gehackt, ca. 25 g Ingwer. 1 guter Schuss Weißwein oder Orangensaft, frisches Rosmarin, gehackt; Salz, Pfeffer; Muskat; nach Geschmack.

200 g Schlagsahne, 2 Eier, verquirlt, 100 g Bergkäse, gerieben

Beim Hokkaido vorne und hinten die harten Strünke abschneiden, dann Kürbis halbieren und aus der Mitte die Kerne und das Kerngehäuse entfernen. 500g abschneiden und nicht zu grob würfeln. Pastinaken und Äpfel schälen und ebenfalls würfeln. Inwer reiben oder fein scheiden. Mit der Butter in beschichtete Pfanne geben, einen TL Salz darüberstreuen, bei geschlossenem Deckel vorsichtig erhitzen, mit Wein oder Orangensaft ablöschen und gar ziehen lassen. Rosinen und gehacktes Rosamarin und Chili dazugeben und den Feta in die Masse bröseln. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Masse gehäuft in die Förmchen mit dem Schokoladenmürbteig geben, andrücken.

Verquirlte Ei-Sahne Masse mit Salz abschmecken und über die Törtchen geben. Mit Bergkäse bestreuen. Bei 175°C ca 25 Min im Ofen stocken lassen.

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Hokkaido-Pastinaken-Pie mit feiner Chili-Schärfe im Schoko-Mürbteig-Törtchen. Foto: © Gabriel Bergmann

Mit dem einfachen Mürbteigboden bereiten wir den Butternut- Kürbis mit Birne, Spinat und Ziegenfrischkäse auf karamellisierten Zwiebeln. 

Für die karamelisierten Zwiebeln 1 Gemüsezwiebel ca. 300g fein würfeln mit 2 EL Zucker und 1 TL Salz vermengen und ohne Fett in einer beschichteten Pfanne erhitzen und unter rühren karamelisieren lassen.

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Hmmmm!! Karamellisierte Zwiebeln als Unterlage für Butternut-Kürbis. Foto: © Gabriel Bergmann

Karamelisierte Zwiebeln auf dem Boden der Tartes verteilen. Für die Butternutmasse Butternutkürbis geschält, ca. 500g Fruchtfleisch, 1-2 Birnen (ca. 200 g), ca. 200 g Baby-Spinat, 300 g Ziegenfrischkäse, 1 kleine Knoblauchzehe und 1 cm frische Ingewerwurzel. 1 guter Schuss Weißwein oder Orangensaft, 200g Schlagsahne, 2 Eier, verquirlt, Thymian, Salz, Pfeffer, Muskat nach Geschmack.

Für die Decke weitere 400 g Ziegenfrischkäse und 1 Eigelb zum Bestreichen.

Die Zubereitung wie oben beschrieben, dann die Törtchen mit Ziegen-Frischkäse bedecken und den Käse mit Eigelb einpinseln. Ofenzeit wie oben.

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Butternut-Kürbis mit Ziegenkäse – perfekte Aromen-Partnerschaft. Foto: © Gabriel Bergmann

Beide Varianten können gut vorbereitet und schnell im Ofen aufgewärmt werden (10 min bei 100°C, sofern sie nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen). Und das Bier? In einem Irish Pub würde ich vielleicht „Murphy’s Red“ zum Butternut-Pie und „Murphy’s Stout“ zum Hokkaido-Pie empfehlen. Aber für Bremer Lokal-Patrioten gibt es eine Alternative von der Bremer Braumanufaktur: Das Rotbier und das Schwarzbier.

Guten Appetit!web-kueribs-05-halloween-gabriel-bergmann-glucke

Übrigens: niemand sollte sich dazu verpflichtet fühlen, sich genau an die Rezepte zu halten. Ein Mehr oder Weniger an Ingwer, Chili, Knoblauch oder auch Feta und Rosinen ist natürlich Geschmackssache. Ausprobieren!

Und hier für alle Halloween-Freaks noch die Vorlage für die Kürbis-Laterne.

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Text und Fotos Gabriel Bergmann. Kürbisfoto und Vorlage: Heike Mühldorfer

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