#80srevival: Dirty Dancing on stage

"Ich habe eine Wassermelone getragen", sagt Baby.

Die bekannte Wassermelone darf nicht fehlen. Foto: Jens Hauer

„Ich habe eine Wassermelone getragen“ und „Mein Baby gehört zu mir, ist das klar“, wer kennt sie nicht, die Sätze aus dem bekannten Tanzfilm „Dirty Dancing“, der 1987 viele in den Kinosesseln fiebern ließ: Wird es eine Zukunft geben für Baby und den Tanzlehrer Johnny? Und so konnte der eine oder andere einer Souffleuse gleich, die Worte der Darsteller mit wispern – und stutzte nicht nur einmal. Denn das Showformat wurde an einigen Stellen ausgedehnt und hält überraschende Momente bereit.

Üben, üben und noch nochmals üben: Baby und Johnny bei einer Trainingssession.

Üben, üben und noch nochmals üben: Baby und Johnny bei einer Trainingssession. Foto: Jens Hauer

Dirty Dancing macht alle glücklich

Mitsprechen und lauschen: Die Erwartung war groß an das Bühnenformat. „Dirty Dancing“ als Show, ist das eine gute Idee? Ja, denn der Filmstoff bietet alles, was für gute Unterhaltung wichtig ist: eine Live-Band, tolle Sänger und fabelhafte Tänzer. Das schauspielerische Talent könnte an einigen Stellen etwas ausdrucksvoller sein und etwas gewöhnungsbedürftig ist auch der leichte Akzent von Johnny. Aber das was zählt ist, dass sich der Zuschauer in der Szenerie des Hotelreservats wiederfindet, dank großformatiger Videoeinspielungen, die am Originalschauplatz aufgenommen wurden. Wippende Köpfe und tippelnde Füße waren zu sehen, nachdem die Band die ersten Takte des bekannten Soundtracks anspielte. Gekommen war vom kleinen Mädchen bis zur älteren Herrschaft ein stark gemischtes Publikum – das Label „Dirty Dancing“ zieht generationsübergreifend alle Romenatikfans an.

Die Show im Musical-Theater, die noch bis zum 22. November zu sehen ist, besticht durch eine detailverliebte Bühnenausstattung und vor allem – wer hätte es gedacht – heiße Tanzeinlagen. Die Darsteller haben stets einen aufklappbaren Plattenspieler dabei, lassen mit schwingenden Röcken und gewagten Rock’n’Roll-Figuren die fröhlich-drolligen Sixties aufleben. Die Hebefigur meisterte Baby mit Bravour so leichtfüßig, dass ein Raunen durch die Ränge ging.

Dirty Dancing

Anna-Louise Weihrauch als Frances „Baby“ Houseman und Mate Gyenei als Johnny Castle. Foto: Jens Hauer

Für die wohl bekannteste Liebesszene der 80er Jahre gab es Applaus vom Publikum – eine Premiere, es geht eben nicht nur um den Tanz, auch die Romantik hat eine Hauptrolle.

Ménage à trois: Kann aus der naiven Baby doch noch eine anmutige Tänzerin werden? Foto: Jens Hauer

Ménage à trois: Kann aus der naiven Baby doch noch eine anmutige Tänzerin werden? Foto: Jens Hauer

„Dirty Dancing“ die Show wird noch bis 22. November im Musical-Theater gezeigt. Zeiten und Termine stehen im Internet unter www.mehr.de/spielstaetten/musical-theater-bremen/musical-theater-bremen.