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#kunstfrühling: Walking Berlin – Bremen – Hamburg mit Betty Kolodzy

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Kunstfrühling in Bremen auf 14.000 Quadratmetern der Gleishalle im ehemaligen Güterbahnhof.

Bremer Kunstfrühling bedeutet zehn Tage zeitgenössische Kunst aus Bremen, der Region und (in diesem Jahr) der Partnerstadt Hamburg. Ein Kunstspektakel, umrahmt von Konzerten, Tanz-Performances und Lesungen. Eine davon mit der Bremer Schriftstellerin Betty Kolodzy. Bekannt wurde sie mit dem Erzählband „Istanbul Walking“, dem „Bremen Walking“ und jetzt aktuell „Berlin Walking“ folgten. Rezensenten schätzen sie für ihren Blick auf Details, ihre schwarzhumorige Sicht auf oft skurile Begegnungen und ihren Wortwitz. 2013 erhielt sie das Bremer Autorenstipendium. Im GLUCKE-Magazin erinnert sie sich an ihren ersten Kunstfrühling 2011 und lüpft das Geheimnis, was uns dieses Mal erwartet.

Ein Gastbeitrag von Betty Kolodzy.

Eiswürfel und Plüsch-Haie

An den letzten Bremer Kunstfrühling kann ich mich noch sehr genau erinnern: 36 Grad. Es war so heiß, dass die Gleise schmolzen. Die Zuhörer hatten ihre Füße in Eimer voller Eiswürfel getaucht und sich Luft zugefächelt. Die Atmosphäre war prima. Ich las aus meinem Roman „Ali, der Tinnitus und ich“ und fühlte mich dabei ein bisschen wie meine Protagonistin Krasskowski, die sich mit Extremen sehr gut auskennt. Weil das damalige Thema des Kunstfrühlings „Phobien“ war, freundete ich mich mit einem Plüsch-Hai an und hielt eine Stegreifrede auf ihn (dazu gibt es ein Video hier). Dann ging’s auf Erkundungstour – so viele spannende Exponate! Die Partnerstadt des diesjährigen Kunstfrühlings ist Hamburg. Und ich habe das große Vergnügen, wieder dabei zu sein. Im Doppel mit der taz-Kolumnistin Rebecca Clare Sanger, die ihren Erzählband „Hamburg Walking“ vorstellen wird. Ich werde aus „Bremen Walking“ lesen und aus dem brandneuen „Berlin Walking“. Für dieses Buch habe ich mich nämlich letzten Sommer in meiner alten Heimat in eine 6 qm große Mädchenkammer gesperrt und diese auch nur verlassen, um Geschichten zu sammeln. Von Neukölln bis Wedding, von Charlottenburg bis Friedrichshain und viel weiter. Dabei traf ich auf gierige Hauswarte, falsche Piloten, Döner-Boys und kesse Künstlerinnen … Aber kommt doch selbst vorbei und hört es euch an. Den Eiskübel übrigens könnt ihr ruhig zu Hause lassen. Bringt dafür lieber – Tipp von Krasskowski – etwas Warmes zum Überziehen mit. Freu mich auf euch!

Mehr Infos zu Betty Kolodzy auf www.bettykolodzy.de. „Berlin Walking“ erschienen im Verlag michason & may, Frankfurt

Die Lesung „HAMBURG – BREMEN – BERLIN WALKING“ findet statt am Freitag, 16.Mai um 17.00 Uhr in der Gleishalle.

© Kerstin Rolfes

© Kerstin Rolfes

 

Über den Bremer Kunstfrühling 2014

Zum dritten Mal präsentiert der Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) den Bremer Kunstfrühling in der Gleishalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Auf 14.000 Quadratmetern  zwischen Gleisen und zeigen Museen, Kunstvereine, Galerien und Ateliers zeitgenössische Kunst aus Bremen, der Region und der Partnerstadt Hamburg. Junge KünsterInnen der Hochschulen für Künste Bremen und Hamburg stellen sich vor und auch bekannte documenta-Teilnehmer, wie der Performance-Künstler John Bock oder die„Artivistin“ und Bremer Honorarprofessorin Zanele Muholi vertreten die Positionen der internationalen Kunstszene. Eine Sonderausstellung widmet sich dem Thema „Notausgang am Horizont“. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt das Kunstfestival mit Konzerten, Lesungen und Tanzvorstellungen.

8. Bremer Kunstfrühling, Gleishalle am Güterbahnhof, 16. – 25. Mai 2014
Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

Eröffnung am Donnerstag, den 15. Mai 2014 um 19.00 Uhr mit Jens Böhrnsen, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Belinda Grace Gardner, Kuratorin und Autorin, Hamburg und Ludwig Seyfarth, Kurator der Sonderausstellung, Berlin, Wolfgang Zach, BBK-Bremen.

 

Öffnungszeiten: täglich von 11.00 bis 20.00 Uhr
Am 24. Mai im Rahmen der Langen Nacht der Bremer Museen  bis 1.00 Uhr. Anschließend offizielle Abschlussparty der Museen im kunst- und kulturverein spedition e.V.

Mehr Infos auf www.kunstfruehling.de

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Katharina Lepik: Verschwisterung 5, C-Print, 2010/11, Courtesy Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg (Ausgestellt von der Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg)

 

4 Kommentare

  1. Schöne Idee und Bereicherung mit dem Kunstfrühling; Bremen macht sich; aber natürlich keine Konkurrenz für Worpswede…
    aber Betty K. finde ich stark !!!

  2. Denke, das sollte ja auch keine Konkurrenz sein sondern Ergänzung.

  3. Pingback: #buchtipp: Bremen und seine Bauten 1950 – 1979 – mit Ausstellung | dieglucke

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