netzFund: Einen aufgeschobenen Kaffee, bitte!

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Foto © Manfred Nuding / pixelio.de

Was für eine tolle Idee und obwohl schon mehr als 100 Jahre alt, gerade wieder sehr aktuell: Der „aufgeschobene“ Kaffee oder „caffee sospeso“. Wer es sich leisten kann, ordert und bezahlt einen Kaffee mehr für einen Menschen, für den ein Cafébesuch eigentlich nicht finanzierbar ist. Der Kaffee wird quasi aufge(sc)hoben. Heute gibt es die Tradition des Kaffees für Bedürftige in aller Welt und auch die Bremer Region ist schon vertreten. Das Café Radieschen in der Bremer Neustadt macht mit und auch das Café zweiundzwanzig in Oldenburg.

Soziale Netzwerke verbreiten die Idee

Ob auf Facebook oder extra erstellten Internetseiten, die Idee verbreitet sich blitzschnell im Netz und jede/r kann dazu beitragen, dass auch arme Menschen wie RentnerInnen, Alleinerziehende, Studierende, Arbeitssuchende oder Wohnungslose in den Genuss von Cappuccino und Latte macchiato oder einer schönen Tasse Tee kommen. Einfach im Lieblingscafé mal fragen, im Freundeskreis drüber sprechen, Flyer auslegen oder – und das geht ganz leicht – die bekannten Seiten im Netz teilen. Ich fange mal damit an: www.suspendedcoffee.de führt bereits mehr als 50 Cafés bundesweit, die aktuelle Liste findet sich auch auf der FanPage auf Facebook, die ich gleich mal liken werde und auch aufgeschoben.eu sammelt Adressen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und bei meinem nächsten Besuch bei Eva Radieschen im Buntentorsteinweg hört sie sicher von mir: „Einen Latte macchiato für mich und einen aufgeschobenen, bitte!“

Text: Heike Mühldorfer

 

Der Trend geht zum „Aufgeschobenen“ – egal welches Getränk, die Idee zählt!