#plietschkochen: Kochkolumne startet mit Blaubeeren

Plietsch kommt aus dem Plattdeutschen von politisch. Essen hat viel mit Politik zu tun. Was ich einkaufe und esse, wirkt sich auf Arbeitsbedingungen, Landwirtschaft und aufs Klima aus. Und natürlich auf unsere Gesundheit. Am gesündesten ist es, wenn es auch noch Spaß macht. Foto ©: Luka Lübke

PROLOG

Ich bin Luka Lübke. Heike vom GLUCKE-Team und ich haben vor ein paar Monaten die Idee einer kleinen Kochkolumne entwickelt. Keine grammgenauen Rezepte, sondern etwas das Lust macht am Kochen zuhause. Ich war begeistert. Ich wollte groß planen. Ein Konzept machen und ein Stativ kaufen, damit das kleinste Fotostudio der Welt – meine Küche mit Handtelefon und einem geschenkten Baustrahler aus der Ming-Dynastie – ein bisschen Stabilität oder gar einen Hauch Professionalität annähme.

Zu gar nichts bin ich gekommen. Weil immer die Zeit nicht reicht oder irgendwas dazwischen kommt. Weil die Vorbereitung nicht perfekt ist, man nicht das Richtige eingekauft hat oder der Kopf mit anderen Sachen voll ist. Unprofessionell.

Geht euch das auch oft so? Und kann es sein, dass bei vielen Dingen, gerade wenn sie mit Kreativität und Genuss zu tun haben, Professionalität gar nicht das Ein und Alles ist? Als mir dieser Verdacht kam,  habe ich beschlossen, es so zu machen, wie beim Kochen. Man nehme ein bisschen Appetit und Liebe, kuckt in den unaufgeräumten Kühlschrank und legt einfach los. Unverzögert, rezeptbefreit und aus dem Bauch heraus wird’s doch meistens am Schönsten.

Mein Kult-Kollege Marco Pierre White hat mal gesagt: „At the end of the day, it’s just food, isn’t it? Just food.”

Hier darf gekleckert werden: Blaubeeren aka Heidelbeeren mit einem Schuss Sahne und Vollrohrzucker. Genial einfach und deshalb ganz ohne Mengenangaben. Foto© : Luka Lübke

Willkommen in meiner Kolumne PLIETSCH CUISINE. Einfach was zu essen machen.

Teil I: Blaubeeren

Wenn es Blaubeeren gibt, ist es Sommer. Was man aus Blaubeeren alles machen kann? Sorbet, Pfannkuchen, Marmelade, Törtchen, Parfaits…  stundenlang könnte man hier Rezepte wälzen, am Herd stehen, Tutorials herunterladen, sich vor lauter Vorfreude nicht entscheiden können. Eine schöne Beschäftigung. Ich bin in einer Bioblaubeergegend groß geworden. Ich kenne mich aus. Aber das Beste ist immer noch: vom Strauch in den Mund. Oder so, wie es sie gab, als ich klein war. Mit frischer Milch oder Sahne und ein bisschen Honig oder Zucker. So schmeckt Versöhnung.


 

Luka Lübke, Spitzenköchin mit Hang zu echtem Essen zeigt ab sofort in ihrer Kolume „plietschkochen“, dass gesund kochen keine Zauberei ist, sondern  mit guten Zutaten in kürzester Zeit funktioniert. Viel Spaß dabei!

Wir haben Luka vor kurzem Luka interviewt: #5Fragen an Luka Lübke, Köchin mit Mission

Luka Lübke in ihrer Küche bei Marie Weser, der jungen Stadtteilküche im Quartierszentrum Huckelriede. Auch hier gibt´s Echtes Essen für alle! Foto: © Daniela Buchholz

Die Fahne weist den Weg zu Marie Weser in Huckelriede! Foto:© Daniela Buchholz

2 Kommentare

  1. „Plietsch kommt aus dem Plattdeutschen von politisch. Essen hat viel mit Politik zu tun. Was ich einkaufe und esse, wirkt sich auf Arbeitsbedingungen, Landwirtschaft und aufs Klima aus. Und natürlich auf unsere Gesundheit. Am gesündesten ist es, wenn es auch noch Spaß macht.“
    Diese Zitat würde ich gerne weiter nutzen. Ist es von Luka? Darf ich?
    Und die unprofessionellen Blaubärchen finde ich höchst sympathisch…
    Bunte kreative Grüße von Rike

    • Heike Mühldorfer sagt

      Liebe Rike,
      da steckt ein bisschen Wikipedia drin, aber sonst ist alles Luka pur. Du kannst das gerne zitieren wie das so üblich ist mit Angabe der Quelle 🙂
      LG vom GLUCKE-Team

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