#Girlsday: Lotta und die Auto Vision in der Kunsthalle Bremen

Am 27.April können Mädchen ihren Girl´s Day feiern (für Jungs ist das der Zukunftstag) und  mögliche Berufsfelder austesten. Lotta hat sich in der GLUCKE Redaktion getummelt und über ihren Besuch in der aktuellen Ausstellung der Bremer Kunsthalle „Auto Vision – Medienkunst von Nam June Paik bis Pipilotti Rist“ geschrieben.

Auch eine meiner Lieblingsinstallationen der Auto Vision: Dolphins – Rauminstallation von Diana Thater.

Auto Vision – Medienkunst in der Kunsthalle Bremen

Die Kunsthalle Bremen bietet zurzeit eine riesige Sammlung bekannter Medienkunst von den 1960er Jahren bis heute. Berühmte Künstler wie John Cage, Olafur Eliasson, Diana Thaters oder Pippilotti Rist sind mit ihren Werken vertreten. Die Ausstellung Auto Vision in der Kunsthalle Bremen kann man wie eine kleine Zeitreise erleben. Sie ist auch für junge Leute sehr interessant, besonders wenn man noch nie so genannte Einkanalvideos aus den 1960er Jahren gesehen hat. So ist von diesen eher schlichten Videos mit Rauscheffekt bis hin zu aufwändigsten Videoinstallationen im Flatscreen viel Sehenswertes in der Ausstellung vorhanden. Ich habe euch nun zwei Installationen rausgesucht, die ich euch gerne vorstellen möchte.

Blick auf die Endlichkeit: Arnold von Wedemeyer mit „on-time“, still life I von 2006.

John Cage nervt, der Gelbe Raum beruhigt

Fangen wir mit dem Kunstwerk von John Cage an. Man betritt einen Raum mit hoher Glaskuppel, von der viele Lautsprecher hängen. Aus den Lautsprechern kommen Stimmen, mal als Flüstern, mal gebrüllt. Mit der Installation will Cage zeigen, dass immer überall Geräusche sind, es keine totale Stille gibt. An sich eine total gute Idee. Nun sind die Geräusche aber so laut und schrill, dass sie mich beim Anschauen der anderen Kunstwerke auf der Etage ziemlich nervten. Die Installation heißt „Writing throught the Essay ´on the Duty of Civil Disobedience´.

Dagegen ist die Installation von Olafur Eliasson und Diana Thaters, „Room for one colour and windy corner“ einfach genial. Durch eine kleine Schleuse kommt man in einen kleinen Raum der komplett (!) in Gelb bestrahlt wird. Zwischen den anderen abstrakten Ideen war dies eine der ruhigsten. An den Wänden wurden Mini-Ventilatoren angebracht, die für den im Titel genannten Wind sorgten. Auch deshalb war der Raum eine schöne Abwechslung.

Gelb beruhigt! Mich auf jeden Fall wie hier im „Room for one colour and windy corner“, 1998.

Also mal in der Kunsthalle vorbei zu schneien ist eine sehr gute Idee, da jeder was finden, kann, das ihm gefällt. Die Austellung Auto Vision ist noch bis zum 3. September 2017 in der Kunsthalle  Bremen zu sehen.

Text: Lotta Mühldorfer, 7. Klasse