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#Interview: 5 Fragen an…

Ideen pflanzen. Wissen ernten. Neugierig bleiben – mit diesem Motto ist gerade die Bremer VHS in ihr neues Kursprogramm gestartet. Und das gibt uns das Stichwort für eine neue Serie von Interviews mit Bremer Kreativen, die sonst eher im Hintergrund bleiben. Wir sind neugierig auf die Antworten zu unseren 5 Fragen an…, die wir heute im Doppel-Interview von Nina Oberländer, Online-Redakteurin bei der Bremer Volkshochschule und ihrem Kollegen Wilfried Burger, Fachbereichsleiter Berufliche Bildung und Programmredakteur erhalten.

Und falls ihr Leute kennt, die zu unseren 5 Fragen an… auch etwas zu sagen haben, her mit den Kontakten an piep(at)glucke-magazin.de.

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Nina Oberländer und Wilfried Burger von der Bremer Volkshochschule beantworten die 5 Fragen an … © Fotos: privat

Welche geheimen Talente hast du?
Nina: Ich kann hunderte von Liedern auswendig, die ich aber nur im Geheimen singe.
Wilfried: Meine ganz und gar „un-heimlichen“ Talente und Freizeitaktivitäten sind: Irische, schottische und amerikanische Folk-Musik; ich singe und spiele Geige, Mandoline, Gitarre und die irische Rahmentrommel Bodhrán in meiner eigenen Band, „The Josie White Revival Band“ (www.josiewhite.de). Und als Filmemacher realisiere ich nebenbei auch noch Musikfilme, Videoclips, Portraits und Konzertmitschnitte für befreundete Musiker. Das ist sozusagen meine eigene Art von „Kultur-Sponsoring“. Ich fotografiere gerne und viel und mache hin und wieder auch Fotobücher. Außerdem bin ich leidenschaftlicher Hobby-Koch, gehe gerne ins Kino und in Konzerte. Meine sonstigen „heimlichen“ Talente werden hier nicht verraten.
Was magst du an Bremen (nicht)?
Wilfried: Bremen gefällt mir (als geborener Gummersbacher/NRW) vor allem aufgrund seines hohen Himmels, der Nähe zur Nordsee, der kulturellen Vielfalt und einem gewissen norddeutschen Understatement, das ich allerdings manchmal auch ironisch das „Vizemeister-Syndrom“ nenne.
Was ich an Bremen überhaupt nicht mag sind politische Seilschaften, Laberköpfe und/oder selbsternannte „Kultur-Polizisten“, die man in fast jedem Bereich kultureller Aktivitäten findet.

Nina: An Bremen mag ich, dass egal welchen Weg ich mit dem Rad fahre, ich immer zur Hälfte entweder an der Weser entlang fahren kann oder durch einen Park.
Welche/n (weniger bekannten) Künstler/in würdest du gerne (heimlich oder nicht) mit 1 Million Euro unterstützen?
Nina: La Strada. Das Strassenkunst Festival. Ich freue mich jedes Jahr darauf und versuche mich von so vielen Künstler*innen wie möglich verzaubern zu lassen. Schön fände ich, wenn sie das Geld einsetzen würden damit das Fest so wenig kommerziell wie möglich bleibt.
Wilfried: Wenn ich tatsächlich eine Million Euro übrig hätte (ich spiele allerdings kein Lotto), würde ich zunächst mal unsere eigene neue CD finanzieren (mit ca. 1.500 €) und das restliche Geld in die hiesige Kulturszene stecken, die chronisch ums Überleben kämpft. Dabei würde ich mich ausschließlich von meinen eigenen Sichtweisen, Vorlieben und Gefühlen leiten lassen. Mal sehen, was die bremische Kulturpolitik und deren „Polizisten“ dazu sagen würden!

Was machst du immer kurz bevor du das Licht am Bett ausmachst?
Nina: Ich gehe in die Zimmer meiner Kinder und gebe ihnen einen Kuss.
Wilfried: Zähneputzen, meine Frau küssen und den vergangenen Tag so gut wie möglich hinter mir lassen.

Was ist für dich Reichtum, was ist für dich Armut?
Wilfried: Ich definiere Reichtum als die Freiheit, sich als Person zu entfalten und die Dinge zu tun, die einem im Leben wichtig sind, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten. Armut ist für mich – neben allen anderen bekannten Definitionen aus der Sozial- und Poltiikwissenschaft – das Gegenteil: sich aus unterschiedlichen Gründen nicht entfalten zu können.
Nina: In unseren Breitengraden, wo es selten um eine existentielle Grenze geht, sind eigentlich beides Gefühle und sehr individuell. Ich glaube diese Gefühle entstehen durch das Verhältnis, in das ich mich setze.

Vielen Dank für die gewonnenen Erkenntnisse. Mehr über die Kurse der Bremer Volkshochschule gibt es natürlich auf der VHS-Homepage, wo das aktuelle Kursprogramm zum Download bereit steht.

 

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