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#Crowdfunding: Bremerin sucht Fotofreunde

Impressionen aus Annemaries Fotobuchprojekt "Personal Spaces". Zuhause bei Julia Meyer und anderen Protagonisten

Impressionen aus Annemaries Fotobuchprojekt „Personal Spaces“. Zuhause bei Julia und anderen Protagonisten.

Crowdfunding für ein Fotobuch-Projekt

Die Bremerin Annemarie Hirth sucht Fotografie-Fans, um ihr Fotoprojekt „Personal Spaces“ in besonderer Buchform herauszubringen. Sie hat Menschen in ihren eigenen vier Wänden abgelichtet. Die Fotos sollen als Buch in limitierter Auflage von 100 bis 200 Stück in DIN A4-Format oder sogar etwas größer gedruckt werden. Dafür sucht sie per startnext unterstützende VerlegerInnen. Als Gegenleistung gibt es das Buch oder andere „Danke-schöns“. Janina hat sie im Interview mehr über ihr Fotoprojekt erzählt.

Annemarie, warum willst du dein Fotoprojekt „Personal Spaces“ gerne als Sonderedition rausbringen?

Annemarie: Zum einen wünsche ich mir persönlich, dass mein Projekt ein Umfeld bekommt, das zu ihm passt. Natürlich könnte ich das Fotobuch auch als Standardkatalog veröffentlichen. Weil mich aber Menschen in ihre Privaträume gelassen haben, wünsche ich mir auch eine hochwertige Ausgabe. Beispielsweise könnte ich über das Crowdfunding dann den Bildern einen entsprechenden Rahmen geben auf hochwertigem Papier, einem stofflichen Umschlag und das Cover könnte eine Prägung bekommen. Wenn das Titelbild auch in den Umschlag eingestanzt wird und der Umschlag an Stoff erinnert, hat das Buch eine wohnliche Atmosphäre. Und darum geht es doch auch inhaltlich.

 

Deine Fotostrecken haben das Thema „Personal Spaces“ und du zeigst die privaten Wohnräume von Menschen. Was sollen deine Bilder erzählen?

Annemarie: Als ich angefangen habe zu fotografieren, hatte ich Vorurteile. Es heißt zum Beispiel wir Deutschen wären eher zugeknöpft. Mir haben aber auch Fremde die Tür geöffnet und mitgemacht. So zugeknöpft sind wir also gar nicht. Gleichzeitig zeigen meine Bilder auch, dass die Art und Weise wie wir uns einrichten, nicht unbedingt mit dem Einkommen korrespondiert. Außerdem sagt unsere Wohnung und wie wir leben auch etwas über unseren Charakter aus. Nicht im psychologischen Sinne – aber auf den Bildern über Julia Meyer kann der Betrachter zum Beispiel anhand ihres Kühlschranks, der mit Zettelchen, Flyern und Postkarten dekoriert ist lernen, dass sie viel erlebt haben muss und vermutlich nie Langeweile hat und neugierig und offen ist. Details, wie eine Möwenfigur auf dem Fensterbrett erzählen uns etwas über den Menschen.

Die Fotografin Annemarie Hirth bei einem Kaffee im Kukoon Bremen. Foto: Janina Weinhold

Die Fotografin Annemarie Hirth bei einem Kaffee im Kukoon Bremen. Foto: Janina Weinhold

Du suchst jetzt auf der Crowdfundingplattform „start next“ Fans für deine Fotos. Mit Spenden sollen sie helfen dein Projekt als Sonderedition zu verlegen. Was bekommen deine Unterstützer?

Annemarie: Sie bekommen ein schönes Buch zum Nachdenken. Die Bilder sollen auch Fragen auslösen. Wer die kleinen Lieblingsstücke anderer Menschen anschaut, fragt sich sicher auch selbst: „Was ist mir wichtig? Warum besitze ich diesen Gegenstand und werfe ihn nicht weg?“ Zu allen Bildstrecken gibt es natürlich auch kurze Sachtexte und typografische Elemente wie Zitate oder eine Stichpunktleiste, die mehr Informationen über den Menschen vermitteln.


 

Wer sich für Annemaries Projekt „Personal Spaces“ begeistern kann und das Buch von der Bremerin haben möchte, kann Sie bei start next unterstützen.
Annemarie Hirth ist selbstständig und an der Hochschule für Künste „Integriertes Design“ studiert.

 

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