#bremen: Im Dialog – die neuen Bremer Stadtmusikanten

Bremer Stadtmusikanten_vhs

Esel, Hund, Katze und Hahn – alle vier wegen ihres Alters abgeschrieben und davongejagt, teilweise gerade noch dem Tod entkommen. Doch das ist kein Grund für sie, aufzugeben. Sie tun sich zusammen, verjagen die Räuber und gründen die erste Alten-WG der Geschichte. 2014 nehmen sich nun die Bremer Volkshochschule, der Martinsclub und die Bremer Heimstiftung die Power der Bremer Stadtmusikanten zum Vorbild und laden unter dem Dach der Bürgerstiftung Bremen zum großen Stadtdialog ein. Das Ziel ist es, die Kraft der Bürger zu bündeln, sie aus ihrem individuellen Frust zu holen und gemeinsam etwas zu ändern. Davon haben dann schließlich alle etwas.

Mehr Nachbarschaft, einen neuen Blick auf den clubund mehr Vernetzung im Stadtteil

Mithilfe mehrerer Aktionen soll die Nachbarschaft verbessert, der Blick auf Stadtteile verändert, die Vernetzung im Stadtteil verbessert und eine Bürgerplattform gegründet werden. So wird am Donnerstag, den 25.09. um 15:00 Uhr eine Schatzsuche durch Kattenturm angeboten. Dabei liegt der Fokus auf den Besonderheiten, die dieser Stadtteil bietet, zusammen soll herausgefunden werden, wo der Stadtteil positiv erlebbar und einladend ist. Am Montag, den 13.10. werden mithilfe von Kunst Menschen in Kontakt gebracht und ihr Austausch angeregt. Zwischen 18:00 und 20:00 Uhr wird im Nachbarschaftshaus NAHBEI (Findorffstr. 108) die Ausstellungsreihe und die inklusive Malgruppe vorgestellt. Ebenfalls im Oktober, diesmal am 30., soll in Kattenturm eine Bürger-Plattform aus Bürgern, die sich bereits in der Nachbarschaft engagiert haben oder dies gerne tun wollen, gegründet werden. Es geht ab 15:00 Uhr darum, Erfahrungen auszutauschen, darüber zu sprechen, was einen bewegt und wie man das Engagement am besten gestalten kann.

WG a lá Stadtmusikanten

Wie in den Bremer Stadtmusikanten, wird auch im Rahmen des Bremer Dialogs das gemeinschaftliche Wohnen ins Auge gefasst. Am 06.11. stellen sich ab 18:00 Uhr verschiedene Wohnprojekte im Bildungszentrum der Bremer Heimstiftung vor. Ob gemeinsam mit anderen Familien, verschiedenen Generationen, Menschen, die ähnliche Vorstellungen vom Leben und der Welt haben – zusammen ist man weniger allein. Wer etwas Ruhe braucht, um ein wenig nachzudenken und zu reflektieren, der bekommt am 28.11. die Gelegenheit dazu. Zwischen 18:00 und 20:00 Uhr lädt die Bremer VHS zum gemeinsamen Denken und Philosophieren ein. Gemeinsam wird der Dialog geübt, um sich effektiver verständigen und handeln zu können.

Der Abschluss der Aktion findet am dann im Neuen Jahr, genauer am 21. Januar statt. Mithilfe eines Berichtes in der Bremer VHS über Freiwilligenarbeit in Bremen und ihren Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung der Stadtgesellschaft soll dem Zuhörer Lust auf eigenes Engagement gemacht werden. Ist dies der Fall, so werden die Auswirkungen des Bremer Stadtdialogs auch nach seinem Ende noch zu spüren sein.

Weitere Infos und den Programm-Flyer gibt es auf der Homepage des Martinsclubs Bremen.

Text: Lea Mühldorfer