urbanGardening: „Ab geht die Lucie“ in der Neustadt

Wer den Lucie-Flechtmann-Platz in der Neustadt kennt, weiß, dass dort bislang überhaupt nichts abgeht. Vor zehn Jahren runderneuert und dabei gänzlich zugepflastert, befindet sich der Platz gegenüber Hachez und zwischen Dis­coun­ter, KiTa und Seniorenwohnheimen im Dornröschenschlaf. Denn zum Spiel- und Erlebnisraum, wie vom damaligen Bausenator Eckhoff gewünscht, hat er sich tatsächlich nicht entwickelt. Das soll sich jetzt ändern: Am Sonntag, den 2. Juni 2013 startet die Aktion „Ab geht die Lucie“, zu der Eva Kirschenmann und Juditha Friehe samt fünf Mitstreiterinnen einladen.

Ein Stadtgarten für alle Neustädter

Der erste Gemeinschaftsgarten in der Neustadt soll hier entstehen. Dafür wird natürlich nicht das ganze Pflaster rausgerissen: Aus 30 Bäckerkisten und 20 Paletten bauten die Organisatorinnen zehn Hochbeete, die am Sonntag den Grundstock für den ersten Gemeinschaftsgarten in der Bremer Neustadt bilden sollen. SeniorInnen werden für eine begrünende Deko PET-Flaschen und Tetrapaks up-cyclen, die das viele Grau des Platzes wenigstens etwas übertönen sollen. Für einen fulminanten Start sollen natürlich möglichst viele NeustädterInnen vorbeikommen, um mit zu pflanzen (und auch gerne Pflanzen mitzubringen) und vor allem mit zu überlegen, wie das erst einmal zeitlich begrenzte Projekt zum Dauerläufer werden kann. Ähnliche Projekte zeigen, dass es funktionieren kann. Die Hamburger Keimzelle zum Beispiel funktioniert oder auch die Berliner Prinzessinnengärten, wo eine Brache mit Hilfe mobiler Beete in wenigen Jahren ergrünte.

 Mehr Grün in die Stadt, mehr Begegnung unter den BewohnerInnen

Damit es mit dem Grün funktioniert, mussten die Organisatorinnen erst einmal für Wasser sorgen. Das kommt aus dem Hydranten, da bei der Sanierung weder Wasser- noch Stromanschlüsse gelegt worden waren (auf einem Marktplatz! Welche Ironie). Auf dem riesigen Platz gibt es noch deutlich mehr Platz als für die geplanten zehn Beete, etwa ein Fünftel der Fläche wird dadurch belegt. Daneben wird es ein Spielangebot des Bemils geben, dem BewegungsErnährungsMobil des Vereins SpielLandschaftStadt. So dass noch viel Freiraum bleibt für Ideen der AnwohnerInnen. Ob es nun ein regelmäßiges gemeinsames Mittagessen im Freien, eine Hecke zur Abgrenzung gegen die viel befahrene Westerstraße oder ein Open-Air-Kino ist, ein paar Anregungen haben sich die Frauen von „Ab geht die Lucie“ schon ausgedacht. Wer die Idee genauso klasse findet, wie dieGlucke und mit Kreativität und fleißigen Händen zum Erfolg der Intitiative beitragen möchte, sollte am Sonntag, den 2. Juni zum Lucie-Flechtmann-Platz kommen. Ab 11.00 Uhr starten die Vorbereitungen, offizielle Eröffnung ist dann um 14.00 Uhr. Und für Kaffee und Kuchen ist dann auch gesorgt.

 

3 Kommentare

  1. MM sagt

    Großes Lob an euch!
    Ich gehe fast täglich am Lucie-Flechtmann-Platz vorbei und der graue, trostlose Platz sieht jetzt geradezu gemütlich aus.

    • dieGlucke sagt

      Ja, das ist großartig! Aber wir haben nur darüber berichtet und zum Mitmachen angeregt. Idee und Organisation liegt beim Verein „Ab geht die Lucie“. Dazu gibt es auch einen Blog, nämlich hier: www.http://ab-geht-die-lucie.blogspot.de. Eva und Juditha freuen sich über viele neugierige BremerInnen!

  2. Pingback: #abgehtdielucie: Sonntags-Flohmarkt, Nachbarschaftsessen und urbanes Gärtnern | dieglucke

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