buchTipp: Wildkräuterküche

Unter der Schneedecke haben sich schon die ersten feinen Blättchen gebildet, mit den wärmenden Sonnenstrahlen wachsen jetzt immer mehr der würzigen Wildkräuter, die vitaminreich und pikant viele Speisen ergänzen oder auch die Basis für Suppe, Salate und viele andere Gerichte bilden. Und das Schönste daran: Diese Kräuter finden sich völlig kostenlos auf Feld, Wald und Flur oder in wilden Ecken im Garten. Und später im Jahr kommen  noch wilde Beeren und Blüten auf den Speiseplan. Gesammelt und wunderschön fotografiert im Wildkräuter-Kochbuch Wildes Grün machen die knapp 190 Seiten Lust aufs Entdecken, Sammeln und Ausprobieren in der Küche.

60 Rezepte raffiniert komponiert, wunderschön fotografiert

Die Autorinnen nehmen uns mit durch ihr Wildkräuter-Erntejahr und berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Die Wildkräuter und -beeren, die sie sammeln und verarbeiten, kennt fast jeder: Mit Bärlauch, Brennnesseln und Brunnenkresse beginnt die Kräuterreise, die auch zu Giersch, Waldmeister und Rosenblüten sowie Heidelbeeren, Hagebutten und Holunderbeere führt. Alle verwendeten Kräuter und Beeren werden ausführlich porträtiert, wunderschön fotografiert, botanisch erklärt und geschmacklich beschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Rezepten und dem Umgang mit Kräutern und Beeren in der Küche, ausführliche Beschreibungen erleichtern den Einstieg ins neue Metier. Die raffinierten Rezeptideen von Diane Dittmer wurden von Krisztina Zombori wunderbar in Szene gesetzt, von Anke Schütz stimmungsvoll fotografiert und laden zum Ausprobieren und Nachkochen ein. Da gibt es Meldetörtchen, Rosenblütenrisotto oder Brennnessel-Frittata, Gierschnocken und Waldheidelbeer-Palatschinken sowie Hagebutten-Sanddorn-Suppe mit Grießnocken.

Bärlauch-Quark-Puffer

dieGlucke verrät ihr Lieblingsrezept aus dem Wildkräuterkochbuch „Wildes Grün“, mit den ersten frischen Bärlauch-Blättlein schnell und einfach nachgekocht. (Das Buch ist erschienen im AT Verlag, 184 Seiten, 24,90 Euro.)

150 g Bärlauch
3 Eier, 1 Prise Salz
1/2 TL gemahlense Vanillepulver
250 g Magerquark, 70 g Speisestärke
60 g Butterschmalz

Den Bärlauch waschen und mit einem Tuch trocken tupfen, zwei Drittel der Blätter fein schneiden. Die restlichen Blätter beiseitestellen.

Die Eier trennen. Eiweiße mit Salz und Vanille steif schalgen. Den Quark mit Speisestärke und Eigelben verrührn. Das steif geschlagene Eiweiß und den fein geschnittenen Bärlauch vorsichtig unterheben.

Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und nacheinander 12 kleine Küchlein runherum vier bis fünf Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Zum Schluss die restlichen Bärlauchblätter kurz im Brafett braten und zu den Küchlein servieren.

Dazu schmeckt ein grüner Salat und Sauerrahm.

3 Kommentare

  1. manfred eger sagt

    Das Rezept,liebe Heike , müssen wir unbedingt probieren !
    Grüße nach Bremen Eure M&M

    • dieGlucke sagt

      Sprießen denn die Blättchen schon in Coburg? Hier setzt sich langsam der Frühling durch -endlich!

  2. Pingback: #wildkräuter: Frühlings-Carpaccio mit Giersch | glucke MAGAZIN

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