women@Work: Mc Kinsey holt die Mütter zurück

(FC) Der Super-Star unter den Unternehmensberatungsfirmen macht Ernst. Dominic Burton, seit zwei Jahren Chefstratege von McKinsey hat entschieden: Die Firma möchte mehr Mütter zurück im Job. Die Erkenntnis ist nicht wirklich überraschend, aber im Zusammenhang mit den knallharten Schlank-Machern kriselnder Unternehmen eine Sensation. Seit 2011 hatte McKinsey bemerkt, dass viele der weiblichen Angestellten kündigten, weil sie Schwierigkeit hatten, Familie und Arbeit zu verbinden. Im Beratungs-Business fällt es besonders schwer die hohe Arbeitsbelastung und häufige Reisen mit einem Privatleben samt Kindern zu vereinen.

Dieser Trend gefällt uns: Mütter als wertvolle Kolleginnen behalten

McKinsey will diesen Verlust an Know-how nicht mehr hinnehmen: Jetzt sollen die hoch qualifizierten Mütter unterstützt werden, im Job zu bleiben und die Arbeitsbedingungen so geändert werden, dass beide Seiten des Lebens nicht zu kurz kommt. Dominic Burton hat  in einem Interview mit dem Wall Street Journal gerade erklärt, dass die neue Strategie zuerst in den USA verfolgt wird, Frauen nach der Mutterschaft wieder einzustellen. Andere Beratungsfirmen haben es vorgemacht: zum Beispiel gibt es bei Bain & Co. flexible Arbeitszeitmodelle an; die Boston Consulting Group bietet Teilzeitjobs an und entwickelt Mentoringprogramme, um den Frauen die Rückkehr in den Job nach einer Familienphase zu erleichtern. Das ist noch wenig, trotzdem ein wichtiges Signal für die Arbeitswelt und für Frauen: Mutterschaft ist keine Bremse fuer die Karriere, sondern eine Wertschöpfung für Mitarbeiterinnen und für Firmen. Zu wünschen bleibt nur, dass die Beratungsfirmen diese Botschaft auch bei ihren Einsätzen mit berücksichtigen!