buchTipp: Vea Kaisers Blasmusikpop

Gerade erst sorgte die junge Schriftstellerin Vea Kaiser mit einem offenen Brief auf ihrer Facebookseite für Furore. Dort macht sie mit deutlichen Worten – „E-Book-Piraten: Ihr versklavt uns!“ –, ihrem Ärger über die Ignoranz der E-Book-Piraten in Bezug auf das Urheberrecht Luft (mehr dazu in einem Interview mit Vea Kaiser in der kommenden Woche). Doch Vea Kaiser kann noch viel mehr als das: die 23jährige Griechischstudentin aus Österreich, die Stöckelschuhe und Fußball liebt, hat im Herbst des vergangenen Jahres einen fulminanten Debütroman vorgelegt.

Dorfchronik der skurilen Art

Ihr Roman „Blasmusikpop“ trägt den Untertitel „Wie die Wissenschaft in die Berge kam“, was ein erster Hinweis auf den Handlungsort ist. Eigentlich sollte man annehmen, dass es junge Leute heutzutage in die Großstadt und die weite Welt zieht, doch bei Vea Kaisers Roman ist das anders. Es zieht sie in die Berge, in ein kleines Dörfchen namens St. Peter am Anger. Dort erlebt Johannes, der Held ihres Buches, aber auch die anderen Dorfbewohner, einiges an Abenteuern: in diesem vor Ideen nur so sprudelnden Roman spielt nicht nur ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm eine wichtige Rolle (hier kommt die Wissenschaft ins Spiel), sondern auch der Griechisch liebende Diagamma-Klub, eine selbstgebaute Seifenkiste und ein talentierter Dorffußballer sowie seine schwangere Angebetete.

Vea Kaiser auf Lesereise in Bremen

dieGlucke meint: „Blasmusikpop“ ist eines der faszinierendsten Romandebüts des vergangenen Jahres. An den aktuellen Einwürfen von Vea Kaiser zur Urheberrechtsdebatte wird außerdem deutlich, dass die junge Autorin nicht minder faszinierend ist. Fazit: lesenswert! (MG)

 

1 Kommentare

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