Wie war´s? Garden of Gender im Haus Coburg

© screenshot katya-bonnenfant.com

dieGlucke fragt immer mal wieder nach bei Menschen, die etwas ausprobieren, etwas anders machen oder etwas Überraschendes erleben. Heute ein Gastbeitrag von Kirsten Tiedemann, die sich im Haus Coburg an einer interaktiven Ausstellung zum Thema Gender beteiligt hat – mit der Häkelnadel.

Recycling Gender! Leichtfüßig und spielerisch…

Eine Runde „Ungeheuer häkeln“ zur Ausstellung „Garden of Gender“ lockte mich ins Haus Coburg nach Delmenhorst. Ein Haufen Wolle, Nadeln und die kurze Einleitung durch eine der Künstler_innen von the old boy‘s club, das ist die Gruppe, die die multimediale Schau entwickelt, und los ging es: Nach gefühlten 50 Jahren hatte ich wieder eine Häkelnadel in der Hand und konnte feststellen, dass Häkeln wie Schwimmen ist – einmal gelernt, verlernt man es nicht wieder. Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen … die gewünschte TUBE (Röhre) nahm rasch Form an. „Warum werden Eltern mit Baby bei einer Begegnung im Zug oder im Restaurant als erstes gefragt, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist?“, „Warum steht im Pass weiblich/männlich?“ und „Ist das wichtig?“, fragte Katya Bonnenfant, französische Künstlerin und Teil des the old boy’s club, die unsere Antworten in den Rechner eingab. Sie werden Teil der Ausstellung, die Work-in-progress ist. Animationen mit Wesen, die sich unaufhörlich verwandeln, kunterbunte abstrakte Installationen, alte Taschenrechner, auf deren Displays aus Zahlen Figuren werden … die Gäste werden im „Garden of Gender“ von einer Fülle überschüttet und das ganz ohne mahnenden Zeigefinger, ohne Moralkeule. Im Gegenteil kommt die Schau leichtfüßig und spielerisch daher und macht fröhlich.

Erst zur Finissage am 20. Januar wird sie vollendet sein. Bis dahin häkle ich noch etwas am TUBE für das Ungeheuer.

Die Animation, die im Haus Coburg in Delmenhorst zu sehen ist (siehe Stand-Foto oben), zeigt Katya Bonnenfent auch auf ihrer Homepage www.katya-bonnenfant.com. Die Animation gehört zum 13. Bild von oben gezählt. Bitte warten, bis eine kleine Gestalt im Bild erscheint und dann beginnt etwas Wunderbares. Federleicht, tatsächlich! Und hier gibt´s mehr Infos zur Ausstellung: http://www.staedtische-galerie-delmenhorst.de/fs-akt_ausstell.html#oldboys

Weitere Termine im Haus Coburg:

HEUTE: Donnerstag, 6. Dezember 2012, 18.00 Uhr

A la découverte du monde fantastique – Ein Französischkurs des Max-Planck-Gymnasiums Delmenhorst entdeckt die Welt des Fantastischen mit Michael Heuer.

Mittwoch, 12. Dezember, 12.12 Uhr

Mittagspause im Museum. Nach einem kurzen Besuch der Ausstellung gibt es einen Mittagsimbiss. *

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 19 Uhr

Filmabend. Nach einer kurzen Einführung in die Ausstellung „The garden of genders“ erwartet die Besucher bei Getränk und Knabbereien ein spannender Filmabend in der Galerie. *

Donnerstag, 20. Dezember 2012, 18 Uhr

Schüler führen Schüler. Junge Menschen führen Schüler und Interessierte gemeinsam mit The old boys’ club durch die aktuelle Ausstellung. Eine Kooperation mit dem Willms-Gymnasium Delmenhorst

Donnerstag, 10. Januar 2013 um 18.30 Uhr

Kunst & Gender. Dr. Angelika Bartl, Institut für Kunst und Kunstpädagogik, Bremen, im Gespräch mit The old boys’ club.

Sonntag, 20. Januar 2013

Finissage.

* Anmeldung erforderlich

 

 

3 Kommentare

  1. Kirsten Tiedemann sagt

    Du hast das tolle Bild ja bekommen! Die Aninmamtion ist wirklich so federleicht und bezaubernd! Vielen Dank für Dein Interesse!

    • dieGlucke sagt

      Es lebe die Technik … und Danke für den schönen Artikel! dieGlucke freut sich schon auf den nächsten…

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