kulturAktuell: Manessier – Licht, das singt

© Tristan Vankann fotoetage Bremen

20 einzigartig farbige Glasfenster bringen „Licht, das singt“ in die Bremer Liebfauenkirche. Das war erklärtes Ziel des französischen Künstlers Alfred Manessier (1911-1993), der Mitte der 1960er Jahre für die Bremer Gemeinde Unser Lieben Frauen, die nach dem Krieg provisorisch eingesetzte Fenster, erneuerte. Zurzeit zeigt die Ausstellung Manessier – Komponist der Farben im Paula Modersohn-Becker Museum, wie Manessier von Notizen über Skizzen zu den gültigen Entwürfen für die Ausführung in Glas kam. Eine fachliche Einschätzung im Dialog von Kirche und Kunstexperten geben am Mittwoch, den 5. Dezember 2012 um 15.00 Uhr Pastor Martin Pühn (Unser Lieben Frauen) und Dr. Frank Laukötter (Kunstsammlungen Böttcherstraße) gemeinsam, wenn sie zeigen, wie die Fenster vor Ort wirken und in den Entstehungsprozess und den künstlerischen Gehalt der abstrakt gestalteten Fenster  in der Liebfrauenkirche einführen.

Komponist der Farben

Erstmals mit Glasmalerei befasste sich der Künstler 1947, seither hat Manessier in seiner Schaffenszeit europaweit 27 Glasfensterzyklen in Kirchen erschaffen. Die eindrucksvollen  Manessier-Fenster in Bremen schuf er zwischen 1966 und 1979. In seinen Werken suchte Manessier „Anschluss an die Ästhetik, Technik und Ethik der christlich geprägten Glasmalerei des Früh- und Hochmittelalters“, wie das Museum erläutert. Während der Ausstellungsdauer bis Ende Februar 2013 gibt es regelmäßig Führungen. Das Museum lädt unter anderem auch zum Kunstfrühstück am Freitag, den 7. Dezember 2012 von 11.30 bis 13.00 Uhr. Weitere Informationen auf der Homepage der Kunsthallen Böttcherstraße.