netzWelt: Energiewende gerecht finanzieren

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Innerhalb eines Tages haben schon mehr als 45.000 Menschen mit einer E-Mail gegen die einseitige Belastung der Verbraucher sowie kleiner Unternehmen mit den Kosten für die Energiewende protestiert. Ziel der Aktion von Campact, der Deutschen Umwelthilfe und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ist es, möglichst viele Unterschriften zu sammeln und mit großformatigen Zeitungsanzeigen auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen und auch auf die dadurch drohende Skepsis gegenüber der Bezahlbarkeit einer Energiewende hinzuweisen. Interessanter und oft nicht kommunizierter Fakt ist nämlich, dass ein Teil der dem EEG (Erneuerbaren Energie-Gesetz) zugewiesenen Kostensteigerung gar nicht durch den Ausbau regenerativer Stromquellen verursacht wird, außerdem fast die Hälfte der Kostensteigerung durch hohe Rohstoffpreise (Öl, Gas) verursacht wird und die durch den steigenden Anteil an Solar- und Windenergie erzielten Gewinne – z.B. sinken bei starkem Sonnenschein die Kosten auf den Strommärkten immens –, nicht an die Verbraucher weitergereicht werden, um die Kostensteigerungen bei der Stromkalkulation abzufedern.  Eine entlarvende Studie des Öko-Instituts belegt diese Fakten: www.oeko.de. dieGlucke fragt sich wieder einmal, wann endlich mal auch die Gewinne der Stromkonzerne mit in den Umbau der Energielandschaft fließen. Bis dahin hilft nur: Öko-Strom beziehen! Tipps dafür gab´s bereits auf glucke-magazin.de: Stromabzocke stoppen!.

Und so lautet der Appell der Unterschriftenaktion:

Kosten der Energiewende gerecht verteilen!

Die Gefahren der Atomkraft und der Klimawandel erfordern dringend und weltweit den konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien. Deutschland kann zum Vorbild für die Energiewende werden. Doch deren Akzeptanz ist gefährdet, solange die Kosten nicht fair verteilt werden.

Die Regierung befreit immer mehr Großunternehmen von den Kosten der Energiewende – und bürdet sie uns Bürger/innen auf. Damit muss Schluss sein! Wir fordern deshalb:

Die Kosten für die Energiewende müssen solidarisch verteilt werden. Die überwiegend durch Privathaushalte und kleine und mittelständische Unternehmen finanzierten Geschenke an Teile der Industrie müssen gestoppt werden.

Haushalte mit niedrigem Einkommen müssen einen Ausgleich für steigende Strompreise und eine Unterstützung für mehr Energieeffizienz erhalten.

Hier geht´s zur Unterschriftenaktion!