Film-Legende und Sex-Symbol: Marilyn Monroe

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Sie kämpfte ihr Leben lang darum, als Schauspielerin ernst genommen zu werden und starb vereinsamt vor 50 Jahren. Marilyn Monroe (1. Juni 1926 – 4./5. August 1962), wurde als Norma Jean Baker geboren und bereits in den 1950er Jahren zur Legende: Filmrollen in Blondinen bevorzugt (1952), Niagara (1953), Wie angelt man sich einen Millionär? (1953), Fluss ohne Wiederkehr (1954), Das verflixte 7.Jahr (1955) und unvergessen Billy Wilder´s Manche mögen´s heiß (1959) begründeten und festigten ihren Ruhm als Sex-Symbol, ihr komödiantisches Talent führte jedoch zur Reduktion der Monroe auf die Rolle als „blondes Dummchen“ – ein Image, unter dem die belesene Schauspielerin zeitlebens litt. Mit dem finanziellen Erfolg konnte Marilyn Monroe ihre eigene Produktionsfirma gründen und mehr Einfluss auf Drehbücher nehmen, sie spielte anspruchsvolle Rollen, die ihr gute Kritiken einbrachten, aber keine Kassenrekorde. Ihr letzter vollendeter Film, John Houstons Misfits (1961) mit Clark Gable, läutete den Wechsel zum Charakterfach ein. Auch als Sängerin erreichte sie Weltruhm, noch heute gehören Diamonds are a Girls best Friend und I wanna be loved by you zu den Klassikern der Filmmusik.

Privat durchlebte Marilyn Monroe viele persönliche Tragödien, nach traumatischer Kindheit mit einer psychisch kranken Mutter, einem sie verleugnenden Vater, in Pflegefamilien und Waisenhäusern verbracht, musste sie im Alter von 16 Jahren heiraten, die Schule abbrechen und arbeitete dann in einer Rüstungsfabrik. Hier wurde sie 1945 als Pin-up-Modell entdeckt, machte eine Ausbildung zum Mannequin und startete ihre Schauspielkarriere. Zwei weitere Ehen scheiterten: mit Basketball-Star Joe DiMaggio und Dramatiker Arthur Miller, der auch das Drehbuch zu Misfits geschrieben hatte. Eine starke Medikamenten- und Alkoholsucht beeinflussten seit Mitte der 1950er Jahre massiv ihr Leben, verursacht durch eine psychische Erkrankung und die daraus resultierenden Selbstzweifel. Marilyn Monroe starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 an einem  Gemisch aus Barbituraten und Amphetaminen.

Auf arte erinnern zwei Dokumentationen an die berühmte Fotoserie wenige Wochen vor ihrem Tod mit dem amerikanischen Fotografen Bert Stern: Marilyns letzte Sitzung, das Akt-Foto-Shooting im vornehmen Bel Air Hotel in Los Angeles für die amerikanische Vogue. Die Fotos wurden damals nicht veröffentlicht, erst 1982 verhalfen die von MM mit Filzer und Büroklammern teilweise unbrauchbar gemachten Negative dem Fotografen zu Weltruhm.  Die zweite Dokumentation dreht sich um den Fotografen selbst,
der auch noch andere Berühmtheiten wie Brigitte Bardot oder Liz Taylor vor die Linse bekam. Auch das Erste und der Bayerische Rundfunk erinnern mit Filmen an MM:

Und auch im Kino gibt es einen sehenswerten, aktuellen Film mit Marilyn-Bezug: Ein französischer Krimi lässt einen Schriftsteller den Selbstmord/Mord an einer jungen Frau untersuchen. Who Killed Marilyn? zeigt Parallelen im Leben der Ermordeten, einem großen Marilyn-Monroe-Fan, und ihrem Idol auf. Eine Tragikomödie mit leisen Tönen, voller Lakonie und einem oft absurden Witz, der zurzeit in der Schauburg in Bremen läuft.