netzWelt: Sag´s auf Walisch

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Gute Wünsche für Wale und Delfine, Appelle an Politiker oder einen Geburtstagsgruß übersetzt auf Walisch – eine fantastische Kampagne, um die Öffentlichkeit über die Bedrohung der Meeressäugetiere durch Überfischung, Verschmutzung der Ozean und Lärm zu informieren und Druck auf Politiker auszuüben, dringend notwendige Meeresschutzgebiete einzurichten. Mehrere Hunderttausend Meeressäugetiere sterben jährlich in den Netzen der Fischer oder durch Umweltverschmutzung, gerade ein Prozent der Weltmeeresfläche ist effektiv geschützt. Einfach zum Portal http://www.be-their-voice.com/de gehen, Nachrichten vom „Whaletranslator“ übersetzen lassen und verschicken und dann noch die Petition unterschreiben. In Deutschland geht der Appell der Organisation an Landwirtschaftsministerin Aigner und Umweltminister Altmaier.

Hier der Wortlaut des Briefes:

Sehr geehrte Frau Aigner, sehr geehrter Herr Altmaier,

Meeresschutzgebiete spielen eine sehr wichtige Rolle für den Erhalt von Walen, Delfinen und anderen Tieren. Aber weltweit sind nicht mal 2 Prozent der Meere unter Schutz gestellt – und nur ein Bruchteil davon gilt als effektiv!

Wir fordern, dass Meeresschutzgebiete, die in Deutschland, Europa und weltweit eingerichtet werden, ihren Namen verdienen und Walen sowie Delfinen eine sichere Heimat bieten. Zu solch einer effektiven „Walheimat“ gehört:

• der vollständige Ausschluss von Fischereitechniken aus Schutzgebieten, die zum Beifang von Meeressäugern führen und Lebensräume zerstören – allen voran Grundschleppnetzfischerei und Stellnetze. Im Gegenzug muss die Fischerei mit alternativen Fangmethoden stark gefördert werden.
• dass Schutzgebiete zu echten Ruhezonen werden – ohne Lärm im Meer. Es darf in und um Schutzgebiete keine militärischen Übungen geben, keine Öl- und Gaserkundung oder gar Förderung, aber auch keinen übermäßigen Schiffsverkehr und keinen lärmintensiven Bau von Windkraftanlagen.
• dass ein internationales Netzwerk mariner Schutzgebiete sowohl in nationalen als auch in internationalen Gewässern entsteht.

Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, strenge Regulierungen für jegliche menschliche Nutzung in Meeresschutzgebieten umzusetzen und so die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Europa ernst zu nehmen. Darüber hinaus muss sie sich dafür einsetzen, dass auf der Hohen See innternationalen Gewässern Schutzgebiete entstehen, die dazu beitragen, dass die Meere langfristig ihre wichtigen Funktionen für unseren Planeten erfüllen können.