BILD Dir eine Meinung: Doku im TV, Werbekampagne, Blog

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Boulevard-Blätter wurden ursprünglich „auf der Straße“ verkauft und mussten deshalb mit kurzen, plakativen Schlagzeilen und Aufsehen erregenden Nachrichten ihre Käufer überzeugen. „Die Bild-Zeitung“ hat dieses Prinzip bis heute ausgefeilt und polarisiert wie kein anderes Blatt. Im Juni wird sie 60 und sorgt selbst für Nachrichten.

BILD im Ersten

Die ARD widmet der Bild-Zeitung eine Dokumentation, die der Frage nach dem Einfluss der umstrittenen Tageszeitung auf Politik und Politiker und auf die Gesellschaft nachgeht. Mit reißerischen Schlagzeilen und Kurz-Artikeln im Stakkato-Deutsch erreicht das Blatt eine Auflage von 2,7 Millionen und einer Leserschaft von ca. 12 Millionen. Mehr als jede andere Zeitung in Deutschland. Auch die Zahl der Rügen durch den Presserat übersteigt die der anderen Medien weit (109 von 463 seit 1986). Die Filmemacher Christiane Meier und Sascha Adamek zeigen anhand prominter Beispiele das System der Zeitung auf, untersuchen ob „die Bild“  nur den Mainstream abbildet oder in politischen Fragen aktiv Stimmung macht. Paradebeispiele der jüngeren Vergangenheit ist bekanntermaßen die Wulff-Affäre, doch noch mehr Politiker haben ihre leidvollen Erfahrungen mit dem Bild-Journalismus machen müssen und nehmen dazu Stellung. Kai Diekmann, Chefredakteur seit elf Jahren, kommt ebenfalls zu Wort.

BILD.MACHT.POLITIK, Sendetermin: Montag, 16. April, 22.45 Uhr, auf ARD, danach abzurufen in der Mediathek.

Nicht mal geschenkt…

Zum besagten 60. möchte „die Bild“ unsere ganze Nation mit einer geschenkten Jubiläums-Ausgabe bedenken, die ungefragt im Briefkasten landen soll. Das entspräche einer Auflage von 41 Millionen Exemplaren, eine gigantische Werbemaßnahme. Wer keine BILD bekommen möchte, richtet einfach per E-Mail sein Veto zur Verteilaktion an den Springer Verlag („keine Werbung“ Schilder am Briefkasten helfen nicht)! Zwei Internetpräsenzen unterstützen dabei: www.alle-gege-bild.de   und www.campact.de.

BILDblog passt auf

Die ungeheuerlichen, journalistischen Fehler und Peinlichkeiten auf der Internetpräsenz des Boulevard-Blatts werden seit 2004 auf www.bildblog.de aufgezeigt und dokumentiert. Spannend und entlarvend!