Fukushima-Katastrophe: Konsequenz gezogen?

Obwohl das Entsetzen über die Fukushima-Katastrophe und die Folgen der gefährlichen Atomkraft-Technologie überwiegen, sind die politischen Konsequenzen des GAU in Japan europaweit durchwachsen: Ein klares Nein! zu Atomstrom verlautet bislang aus Belgien, aus Spanien und der Schweiz, hier wird der Ausstieg aus der Kernkraft vorbereitet. Den Ausbau forcieren dagegen Polen, Tschechien, die Slowakei, Rumänien, aber auch Finnland und Frankreich bauen neue Reaktoren (Quelle: evangelisch.de). Da auch die deutsche Energiewende aktuell etwas ins Stolpern geraten ist, liegt die größte Kraft für Veränderungen tatsächlich bei jedem einzelnen: Vielleicht ist der Jahrestag von Fukushima ein guter Impuls, um den Stromanbieter zu wechseln zu einem Ökostrom-Anbieter, der diesen Titel auch verdient.

Was ist ein guter Öko-Strom-Tarif?

Den größten Nutzen hat die Umwelt dann, wenn weniger konventionell erzeugter Strom nachgefragt und dafür grüner Strom ins Netz gespeist wird, der Ökostrom-Anbieter gleichzeitig aber auch in weitere regenerative Energiequellen investiert, also neue Wind- oder Wasserkraftwerke entstehen. Genau hinschauen sollte jede/r Wechselwillige, ob im Hintergrund des Öko-Tarifs ein Konzern steckt, der auch Atom- und Kohlestrom verkauft. Die Stiftung Warentest hat gerade 19 Ökostromtarife auf ihre Umweltqualitäten untersucht, ganz vorne dran sind die Tarife der vier unabhängigen Ökostrom-Anbieter EWS Schönau, Lichtblick und Naturstrom. Danach folgt Greenpeace Energy. Unter den konventionellen Energieversorgern gibt es ebenfalls welche mit sehr starkem ökologischen Engagement, aber auch genauso viele, die ihren Öko-Stromtarif eindeutig als grünes Feigenblatt verwenden.
Eine Entscheidungshilfe für den Wechsel bieten Öko-Strom-Label, die von Verbraucher- und Umweltverbänden entwickelt wurden. Das „Grüner Strom Label“ und „ok power-Label“ erhalten nur Ökostrom-Tarife, die erneuerbare Energien fördern. Das muss noch nicht mal teurer sein als konventioneller Strom – hier lohnt der Vergleich. Ausnahme bilden hier die Stromdiscounter. Eine Übersicht von 26 empfehlenswerten Ökostrom-Anbietern findet sich auch beim Informationsportal ecotopten.de.
Mehr Infos auch bei bei der Stiftung Warentest.

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